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Ende

ja, wirklich!

I’ll be back

Am 11.10. bin ich dann nochmal für eine Nacht nach Detroit zurück geflogen, um da meine restlichen Sachen abzuholen.

Letzten Sonntag war es dann soweit!

6 Monate Praktikum und 1 Monat Reisen in den USA waren zu Ende und es hieß Abschied nehmen.

Tja, was soll ich sagen?

Es waren einmalige 7 Monate!

Ich habe soviel gesehen und erlebt und so viele interessante neue Leute kennengelernt, da war der Gedanke das alles hinter sich zu lassen und wieder nach Deutschland zurück zu kommen, wo meine Diplomarbeit auf mich wartet, schon etwas bedrückend!

Aber seit Montag morgen bin ich nun wieder hier auf Dresdner Boden und freue mich riesig euch alle wiederzusehen. Es ist echt krass wie schnell man wieder in seiner alten Welt drin ist.

Schade dass ich die nächsten Tage schon nach Stuttgart aufbreche. Ich würde gern noch ein bisschen den coolen Uniflair mit euch genießen.

So, ihr Lieben, meine Abendteuer in den USA sind jetzt vorbei und damit gibt es auch keine Anekdoten oder Reiseberichte mehr auf den Blog zu schreiben.

Es war ganz schön anstrengend den Blog immer einigermaßen aktuell zu halten, aber wenn ich ihn jetzt so durchblättere freue und staune ich, was ich in dem halben Jahr alles so erlebt und gesehen habe. Ich hoffe es hat euch auch einen kleinen Einblick gegeben und ich habe euch mit meinen Texten nicht zu sehr gelangweilt. Ist gar nicht so einfach, sich kreative Texte einfallen zu lassen. Ich freue mich, dass der ein oder andere doch ab und zu mal reingeschaut hat. Alles weitere dann persönlich.

So, damit ist Schluß!

Over and Out

Los Angeles

Da waren wir also in der Hauptstadt der Filmindustrie: Los Angeles – wo sich Stars und Sternchen die Klinke in die Hand zu geben scheinen.

Erstes Ziel nach den kühleren Tagen in San Francisco war natürlich der Strand. In Malibu haben wir uns also Mittwoch Abend endlich in die pazifischen Fluten gestürzt, die grob gesagt „arsch kalt“ waren. Natürlich haben wir auch schon die ersten Surfer bewundern dürfen, die sich mit ihren Neoprenanzügen durch die Wellen gekämpft haben.

Früh ging es an den Venice Beach – der Strand wo sich vor langer langer Zeit Pamela Anderson und David Hasselhof in ihren knappen, roten Badeanzügen geräckelt haben – der Strand an dem Baywatch gedreht wurde. Und es ist wirklich genauso wie in der Serie, aber seht selbst:

Venice Beach früh am morgen noch ganz einsam und verlassen

Venice Beach am Abend kurz vor dem Feierabend der „lifeguards“

Natürlich wollten wir uns auch anschauen wo die Prominenz denn wohnt bzw. residiert und flaniert. Zielstrebig ging es also in Richtung Beverly Hills, Bel Air und Hollywood.

Die Villen in den Stadtteilen waren schon sehr nett, kann man nicht anderes sagen. Je näher wir den Nobelgegenden von Los Angeles gekommen sind, umso größer wurden die Autos und umso mehr deutsche Luxusmodelle waren zu sehen.

Auf dem „Walk of Fame“ am Hollywood Bouleward haben wir festgestellt, dass wir etwa 3/4 der Leute, die da einen Stern haben, gar nicht kennen.

Die hier haben es aber auf jeden Fall verdient:

Am letzen Tag in Los Angeles sind wir in die Universal Studios gegangen, um der Filmindustrie mal auf den Zahn zu fühlen.

Während der Studio Tour ist man mit einer kleinen offenen Eisenbahn durch einige die Schauplätze einiger bekannter Filme gefahren z.B. Jurassic Park, Too Fast and too furious. Beim letzteren flogen uns mit ziemlich aufwendigen Special Effects die Autos mit Feuer und Explosionen um die Ohren.

In einer „Stage“ sind wir in eine künstlich aufgebaute U-Bahn Station reingefahren und haben ein faszinierend echtes Erdbeben erlebt mit Brechenden Decken, entgleisender U-Bahn und unterirdischer Überschwemmung. Es ist Wahnsinn wie viel Arbeit und Effekte in so einer Szene stecken. Mit dem bebenden Boden unter unserem Touribus war das Horrorszenario perfekt.

Hier ein Szenenaufbau eines Flugzeugabsturzes, bei dem ein echtes Flugzeug zerlegt und präpariert wurde.

Highlight war die Life Show von „Waterworld“ in der Stuntman in einer der schwimmenden Metallinseln wie im Film Stunts machen und sich eine hitzige Schlacht liefern. Ein Großteil der Zuschauer wurde dabei klitschnass. Wir hatten Glück und wurden von den Wasserpistolen und Flutwellen verschont ;)

Last but not least sind wir mit dem Sipmson Ride gefahren – eine „virtuelle Achterbahn“ ganz im Motto der Simpsons.

Es lebe die Welt der Illusion und Filmindustrie!

Westcoast

Von San Francisco aus ging es nach einem Abstecher ins Silicon Valley auf dem Highway one in Richtung Süden.

Ersten Halt haben wir in Santa Barbara gemacht, einem Städtchen direkt am Pazifischen Ozean mit bereits spanischen bzw. südamerikanischen Flair

Sehr cool, waren auch die californischen Straßenkneipen, die man aus dem TV kennt. In Santa Cruz haben wir dieses Schmuckstück entdeckt

Whale Watching

Wir haben sie gesehen! – Wale in freier Wildbahn direkt an der Küste des Pazifischen Ozeans.

Eigentlich sollte es nur ein kleiner Abstecher über die Golden Gate Bridge werden ein Stück in den Norden von San Francisco, doch nach unerwarteter fast 2 stündiger Fahrt kamen wir an das „Point Reyes Lighthouse“ – ein Leuchtturm gebaut direkt an den Klippen der Drakes Bay nördlich von San Francisco.

Der Leuchtturm an sich war recht unspektakulär, in einem kleinen Rangerhouse nebenan konnte man sich über die heimische Flora und Faune informieren und auch über Wahle gab es einige interessante Sachen zu lesen. Als wir schon am Gehen waren, kommt auf einmal eine aufgeregte Rangerin an und sagt uns, dass sie Wahle gesichtet hat direkt vor Küste. Mit geschärften Blicken haben wir also auf die Stelle gestarrt, wo die Rangerin hinzeigte. Es dauerte nur ein paar Minuten, bis sich etwas tat. Plötzlich sahen wir wie sich nach und nach mindestens drei dieser riesigen Kolosse aus dem Wasser in die Luft schraubten und ihre schweren Körper nach ein paar Sekunden seitlich wieder ins Wasser kippen ließen.

Da waren sie also – echt Buckelwahle!

Die Rangerin meinte, dass es ziemlich früh für diese Jahreszeit ist, aber nicht ungewöhnlich. Beim Blick durch ihr Fernglas konnten wir richtig sehen wie sich die Buckel langsam aus dem Wasser hoben und ihre Flucken aus dem Wasser kamen und kurz danach wieder eintauchten – voll beeindruckend!

Für diese Anblicke hat sich die Fahrt am Ende doch gelohnt.

San Francisco

Endlich – wir sind an der Westküste angekommen!

Vor uns lagen drei herrliche Tage in San Francisco.

Nachdem wir am Freitag abend unser Travelodge mitten in der Stadtmitte bezogen hatten, sind wir Samstag morgen völlig planlos zum Sightseeing aufgebrochen.

Die Stadt an sich ist ganz anders als andere amerikanische Metropolen: sehr grün, bergig und sehr abwechslungsreich.

Wir haben uns gleich eine drei Tageskartes für die Öffentlichen Verkehrsmittel inklusive der berühmten Cable Cars gekauft – dazu will gesagt sein, dass das Verkehrsnetz der öffentlichen Verkehrsmittel sehr verwirrend ist und nicht unbedingt dazu geeignet ist um schnell von A nach B zu kommen.

Hier mal eine Impression einer alten Stadtbahn, die echt stylisch aussahen:

Zunächst ging es in den Financial District, wo wir uns das Embarcadero Center angeschaut haben und die Muma (Museum of Modern Art) – ein sehr charakteristisches Gebäude von Mario Bota – für die architektonisch Interessierten unter euch ;)

An der Fisherman’s Wharf sind wir einer Gruppe Seelöwen begegnet, die ganzjährig den Pier 39 belagern und sich weder von Touristen noch Schiffen aus der Ruhe bringen lassen. Die pickanten Gerüche und Geräusche der Tiere will ich jetzt mal nicht näher erläutern.

Ein absolutes Muss war natürlich eine Fahrt mit dem Cable Car. Bei 1,5h Wartezeit konnte wir in Ruhe beobachten wie die Fahrer an der Endstation die Cable Cars ohne technische Hilfsmittel nur mit geballter Manneskraft auf der Drehscheibe gedreht haben.

Wir standen ganz außen auf den Trittbrettern und konnten den Fahrtwind in vollen Zügen genießen als es bergauf und bergab auf den hügeligen Straßen der Stadt ging.

Nach einem kurzem Spaziergang durch Chinatown sind wir abends noch auf ein Ausichtsdeck der „Bank of America“ gefahren und hatten einen genialen Blick auf die markante Transamerica Pyramide und San Francisco bei Sonnenuntergang.

Samstag früh hatten wir Karten für die Alcatraz-Fähre. Bei windigen Wetter sind wir gegen 10Uhr auf der Insel angekommen und haben uns der Einweisung der „Tourvollzugsbeamten“ unterwurfen.

Wie bei den Amis so üblich waren da eine Menge wichtige Leute, die alle was zu sagen hatten und die Touristenströme in die richtige Richtung lenkten.

Wir sind direkt in das Herz der Gefängnisgebäude gegangen – dem Zellenblock – und haben die ausführliche Audiotour mitgemacht.

Echt krass, wie hart der Gefängnisalltag war. Auch wurde von zahlreichen Gefängnisausbrüchen berichtet, doch offiziell hat es nie jemand geschaft von der Insel zu fliehen.

Nach der Gefängnistour haben wir uns noch überlegt, ob wir noch eine Runde um die Insel drehen sollen, doch die sehr intensiven Gerüche nach Mövenkacke, welche die ganze Insel eingehüllt haben, haben uns dann doch dazu bewogen in angenehmere Gegenden aufzubrechen und so haben wir anschließend der „Lombard Street“ einen Besuch abgestattet:

Ich glaube 95% aller Autos, die die Straße runter fahren sind Touristen, die da nicht wirklich lang müssen. Naja … wir ja auch. Kurz vor unserer Abfahrt haben wir uns auch noch mal die engen kurven runtergequält … wat mut dat mut!

Am Alamo Square hatten wir noch einmal einen herrlichen Blick auf die Stadt. Die viktorianischen Häuser im Hintergrund säumen die Straßen des gesamten Stadteils und laden nur so ein fotografiert zu werden.

Nicht fehlen durfte natrülich die Golden Gate Bridge

Wir hatten Glück, denn die Brücke war völlig frei von Wolken und wir konnten ihre volle Größe bewundern.

San Francisco ist schon eine sehr geniale Stadt, gänzlich unamerikanisch und mit ihren zahlreichen Bergen und Anstiegen entfalltet sie ein sehr gemütlichen Flair.

Ich will da wieder hin!

Bodie

Bevor es nach San Francisco ging, haben wir einen Abstecher nach „Bodie“ – einer alten Goldgräber Ghostcity im Osten des Yosemite National Parks gemacht.

Von den ehemals 2000 Gebäuden zur Blütezeit der Stadt sind nicht mehr sehr viele übrig geblieben, aber immer noch genug um den Flair von damals hautnah zu spüren.

Nachdem das Gold 1892 ausging, wurde die Stadt schlagartig verlassen und nur im zweiten Weltkrieg noch teilweise bewohnt. Beim Gang durch die Stadt kann man in den Überresten die original Möbel und Utentilien sehen, welche die Bewohner einfach zurück gelassen haben. Es ist echt total faszinierend mit welch einfachen, aber auch ausgeklügelten Dingen die Menschen zu der Zeit gelebt haben bzw. zurecht gekommen sind.

Wenn man zwischen den einzelnen Häusern umherstreift und in das ein oder andere Haus reinschaut, fühlt man sich in die Goldgräberzeit zurück versetzt und kann das Fieber fast spüren. Eine Führung durch die immer noch erhaltene „Stamp Mill“ – eine Zerkleinerungsanlage für das abgebaute Erz, welches Gold und Silber enthält, hat die Reise in die Vergangenheit perfekt gemacht. Unser Tourführer Rod hat mit sehr viel Energie erklärt in welchen Schritten letztendlich das Gold gewonnen wurde und der Aufwand dafür ist echt der Wahnsinn. Die Stadt Bodie wurde förmlich aus dem Boden gestampft. Lebensmittel, Wasser und Holz für die „Stamp Mill“ u.a. musste von weit her angeliefert werden. Ohne diese Lieferungen wäre die Stadt nicht überlebensfähig gewesen. All der Aufwand nur des Goldes wegen.

Money rules the world!

Nach der Hitze im Death Valley sind wir weiter in den Yosemite National Park gefahren – das Kletterparadies für Extremsportler.

Yosemite ist für seine riesigen Granitwände wie am „El Capitan“ und am „Half Dome“ bekannt. Da gibt es Strecken von bis zu 28 Seillängen wie der Weg „The Nose“ am El Capitan, euch vielleicht bekannt aus dem Film „Am Limit“. Die Wege schafft man im Normalfall nicht an einem Tag und so kann man abends stets einige Kletterteams sehen, die an der Wand ihr Nachtlager eingerichtet haben – echt verrückt.

Für uns semiprofessionellen Kletterer *grins* gab es leider keine adequaten Routen, an die wir uns herangetraut hätten.

Die erste Nacht auf einem Backpacker Camingplatz mit fast ausschließlich Kletterern war aber schon sehr aufschlussreich!

Wir haben waren dafür Wandern und haben so die Landschaft von Yosemite erkundet

In Mariposa Grove konnten wir die Giant Sequoia Bäume bewundern, die über 3000 Jahre alt werden und bis zu 9 Meter Stammdurchmesser und eine Höhe von 90 Metern erreichen können.

Die Ranger legen in Yosemite regelmäßig kontrollierte Feuer, um zum einen Großbränden vorzubeugen und zum anderen den Giant Sequoia Bäumen die Vermehrung zu erleichtern. Deshalb sind wir bei unserer Tour durch die Mariposa Grove durch dicke Rauchschwaden gelaufen und stanken danach wie Scheiterhaufen. Beeindruckend war es trotzdem!

… It’s getting hot in here… so take off all your cloth!

Dies hätten wir im Death Valley am liebsten sofort gemacht.

Death Valley ist eines der heißesten Gebiete der Erde, mit Temperaturen im Sommer bis zu 120°F (49°C). Lange Zeit waren die 134°F (57°C), die im Juli 1913 in Badwater – dem tiefsten Punkt von Death Valley – gemessen wurden, die höchste weltweit.

Die hohen Temperaturen entsehen durch die umliegenden Gebirge, die das Tal vollkommen umgeben und jede Wolke mit nur ein bisschen Feuchtigkeit zum Abregnen zwingen bevor diese Death Valley erreichen.

In Badwater haben wir halt gemacht und uns die Salzablagerungen angeschaut, die über die Zeit durch verdunstetes Wasser entstanden sind

Die weisen Spuren im Hintergrund sind Salzablagerungen.

Das Tal ist wahnsinnig weitläufig und ringsrum finden sich die buntesten Felsgruppen. Hier die goldenen Hügel am Zabriskie Point

Was mir bei der Reiseplanung schon komisch vorkam, war, dass die Campingplatzgebühr in Death Valley im Sommer niedriger war als im Winter. Jetzt weis ich auch warum!

Kein Mensch kommt auf die Idee bei dieser Affenhitze in Death Valley zu campen. … Wir aber schon!
Es war die Hölle kann ich euch sagen, versucht mal bei mindestens 30°C Lufttemperatur im Zelt zu schlafen. Wir schwammen in unserer eigenen Suppe, nachdem sich unsere Isomatten mit unserem Schweiß vollgesogen hatten… einfach wunderbar!

Bryce Canyon

…schwer zu beschreiben dieser Bryce Canyon…

wenn ich mir die Bilder angucke, fallen mir folgende Assoziationen ein:

Kleckerburgstadt

Zwergendemonstration

Felsenwald …

Ich weis sehr vielsagend, aber wenn man durch den Bryce Canyon wandert, kommt man sich wie auf einem anderen Planeten vor.

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